Benetton und die provokative Werbung

Und wieder schafft es Benetton in aller Munde zu sein und das nicht wegen besonders innovativen Entwürfen, wie man vielleicht denken könnte, sondern mit Werbung über die man einfach reden muss. Es ist nicht das erste Mal, dass die Marke durch teilweise schockierende Werbung auf sich aufmerksam macht. Aber sind diese Fotos nun wirklich prokovativ? Und was sollen uns diese Bilder eigentlich sagen? Benetton betitelt die Fotoreihe mit “Unhate.” Sie wollen dazu aufrufen nicht zu hassen und der Kuss der mächtigen Menschen ist ein Zeichen der Liebe, was die Aussage “Unhate” unterstreichen soll. Die Marke hat sich seit Jahren für den Weltfrieden eingesetzt und nun drehen sie es einfach um und setzten sich gegen den Hass in der Welt ein. Die Aussage ist nichts Überraschendes und leider auch nichts Neues.

Ich habe von Benetton ein bisschen mehr Hintergrund erwartet, wenn sie sich wieder an so eine große Kampagne setzen. Schließlich beschäftigte sich die Werbung in den neunziger Jahren um Selbstmorde, Todesstrafe und um andere wichtige Themen. Richtig finde ich, dass man diese Themen zur Sprache bringt doch durch die Umsetzung von Benetton hatte ich immer eher das Gefühl, dass es der Marke nur um die reine Provokation ging und nicht um die Diskussionsanregung der Themen. Daher habe ich es auch meistens vermieden bei Benetton zu kaufen. Außerdem finde ich die Preise für die Ware relativ teuer.

Mit dieser neuen Werbekampagne hat sich die Marke meiner Meinung nach keinen Gefallen getan und wird wahrscheinlich auch nicht das Ziel erreichen, was sie sich vorgestellst haben. Das Einzige was die Werbung bewirkt hat, war die Aufmerksamkeit der Menschen nach sehr langer Zeit mal wieder auf sich zu richten. Ob das wirklich der Marke weiterhilft wird man sehen.

Die Zeitung Zeit hat einen sehr interessanten Artikel über dieses Thema geschrieben, wenn ihr weitere Informationen dazu haben möchtet.

 

 

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