Dienstag-Fundstück: Igel im Garten

Hallo zum Dienstag-Fundstück,

heute habe ich für euch ein spannendes Thema vorbereitet, über das ich aus einem ganz besonderen Grund schreiben möchte. Dieser Anlass ist mein Besuch im Garten bei meinen Großeltern am Wochenende.

Wir verbrachten gerade die letzten sonnige Momente in unserem Garten, da das Wetter an diesem Herbsttag einfach herrlich war, als wir auf einmal auf der linken Seite des Gartens ein eindeutiges aber nicht allzu lautes Geräusch gehört hatten. Da ich sehr neugierig war, bin ich sofort aufgestanden und ich habe mich ganz vorsichtig und leise an die Stelle, wo das Geräusch entstanden ist, genähert.

Und was habe ich da gesehen? Ihr denkt es euch schon bestimmt. Da hat sich ein stachliger Gartenfreund sehr intensiv mit ein paar Blättern beschäftigt. In diesem Moment ist es mir sofort eingefallen, dass man dem Igel ab Herbstbeginn helfen könnte, die kalte Jahreszeit zu überstehen. An der Größe des Igels konnte ich nur schlecht erkennen, ob der Igel noch zu den Jungigeln oder zu den Altigeln gehört. Das hat aber in diesem Moment keine große Rolle gespielt. Ich habe mir vorgenommen, den vor mir stehenden Igel in menschliche Obhut zu nehmen und für eine leckere Igelmahlzeit und einen naturnahen Wohnraum in der nahrungsarmen Jahreszeit zu sorgen.

Gärten sind nämlich die bevorzugten Lebensräume der Igel und Holzstöße, Hecken, Gebüsche, einheimische Wildpflanzen und Sträucher kommen den Igeln sehr zugute. Unter Buschwerk und Hecken finden Igel ein Winterquartier. Dort können sie vor Frost und Nässe geschützt tagsüber schlafen. Eine große Hilfe für den Igel ist es auch, wenn man im Herbst das Laub als Haufen zusammenkehrt oder unter Hecken recht. Die Laubhaufen sind gute Verstecke und eine nie versiegende Nahrungsquelle, denn sie ziehen auch Regenwürmer, Schnecken oder Käfer an.

Wenn es dann merklich kälter wird und die Nahrung knapp wird, rollt sich der Igel in seinem Winterquartier zu einer festen Kugel zusammen. Die Körpertemperatur sinkt auf 5 Grad ab, das Herz schlägt nicht mehr 300-mal in der Minute wie sonst üblich, sondern nur noch zwischen 20- und 60-mal und er atmet zeitweilig nur noch einmal pro Minute. So verbraucht der schlafende Igel weniger Energie und kann monatelang von seinem im Herbst angefressenem Körperfett zehren.

Bitte merkt euch, den kranken Igeln hilft das beste Futter nicht! Wenn ein Igel dauernd zur Futterstelle kommt und einfach nicht dick und rund wird, dann ist Hilfe für den Igel beim Tierarzt angesagt!

 

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