Unsere Welt am Limit

Hallo ihr lieben,

das heutige Dienstag-Fundstück soll zum Nachdenken und Handeln anregen. Es ist nicht wie in den letzten Wochen eine besonders visuell inspirierendes Video, sondern ein Thema mit besonders ernstem Hintergrund.

Der kürzlich vorgestellte „Living Planet Report 2012“ der Naturschutzorganisation WWF zeigt uns die drastischen Folgen unseres Raubbaus an der Natur. Unser Planet benötigt Hilfe!

Was passiert?

Der Mensch verdrängt Tiere und Pflanzen aus ihren natürlichen Lebensräumen. Wir beuten unseren Planeten aus und die Folgen sind in den letzten Jahren immer spürbarer geworden. Extremwetter, Umweltkatastrophen, Wasserknappheit und Artensterben sind nur einige Folgen unseres Lebensstils. Der „Living Planet Report“ führt uns nun den Gesundheitszustand unseres Planeten vor Augen, mit dem Fazit: Wir müssen handeln!

Bis zum Jahr 2050 leben knapp 9 Milliarden Menschen auf unserem Planeten (seit 2011 sind es 7 Milliarden, die es zu versorgen gilt und wenn wir dies schaffen wollen „ist es dringend Zeit zu handeln“ so WWF Deutschland Vorstand Eberhard Brandes.

Seit 1970 dokumentiert der “Living Planet Index” einen Rückgang der weltweiten Artenvielfalt um 30% und in tropischen Regionen sogar um 60%. In den tropischen Seen und Flüssen verschlechterte sich der Living Planet Index sogar um 70 %. Der Grund hierfür liegt in der Zerstörung der Lebensräume vieler Tiere und Pflanzen. Auch die große Umweltverschmutzung und der Klimawandel tragen dazu bei.

Der „ökologische Fußabdruck“ ist der Umfang der Beanspruchung der Ökosysteme durch den Menschen. Dieser ökologische Fußabdruck hat sich seit 1966 verdoppelt und eine Steigerung ist weiterhin in Sicht. Die Kapazität unserer Erde beträgt 12 Milliarden globale Hektar (Gha). Ein Blick auf den ökologischen Fußabdruck hingegen lässt böses erahnen, denn dieser beträgt bereits jetzt 18 Milliarden globale Hektar und somit verbrauchen wir Menschen 1,5-mal so viel natürliche Ressourcen wie sich jährlich erneuern!

„Das Wachstum wohlhabender Staaten findet auf Kosten der ärmsten Länder statt, die häufig am meisten natürliche Ressourcen beisteuern und selbst am wenigsten verbrauchen. Natur muss endlich einen Preis haben und die natürlichen Ressourcen im internationalen Finanzsystem berücksichtigt werden. Wenn wir jetzt nicht handeln, wird das 21. Jahrhundert zu einem Jahrhundert der Umweltkatastrophen“, sagt Eberhard Brandes.

Auch der “Wasserfußabdruck” hat sich verschlechtert. Der Anteil der bewässerten Flächen ist in den letzten 20 Jahren um 21% gestiegen und so gehen heute 92% unseres Brauchwassers in die Landwirtschaft. Aber ebenso kritisch ist die Situation in unseren Weltmeeren. Drei von Vier Fischbeständen in europäischen Gewässern sind überfischt. Durch diese Überfischung wird auf Dauer die gesamte Lebensgemeinschaft der Meere gefährdet und diese werden immer saurer.

Aber noch ist nichts verloren. Natürlich kommt es besonders auf die Entscheidungsträger an, aber auch jeder einzelne von uns kann seinen Teil dazu beitragen unseren Planeten noch zu retten und für kommende Generationen zu bewahren.

Spart Energie, stellt auf Ökostrom um, nutzt Papier und Holz nachhaltig, kauft regionale und saisonale Produkte und recycelt den Müll.

Den eigenen individuellen Fußabdruck verringern! Viele kleine Schritte machen ein Leben innerhalb der Grenzen unseres Planeten möglich!

Hier könnt ihr den „Living Planet Report“ in der Kurzfassung lesen, oder hier in der umfangreichen Version.